Woodkid – Zurück mit langersehntem Album

Der französische Musiker Woodkid – bürgerlich Yoann Lemoine – ist nicht nur ein hervorragender Künstler, wie er mit seinem 2013 erschienen Debut „The Golden Age“ eindrucksvoll unter Beweis stellte. Für mich ja ein Album für die Ewigkeit.

Darüber hinaus ist er ein begnadeter Videoregisseur und Grafikdesigner. Nicht selten gehen seine Songs eine Symbiose mit ihren Musikvideos ein, wie z.B. bei seiner bisher erfolgreichsten Single „Run Boy Run“. Das Musikvideo wurde für zahlreiche Preise nominiert, u.a. „Best Short Form Music Video“ bei den Grammys und gewann u.a. den MVPA Award als bester Regisseur des Jahres.

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Doch schon vorher stellte er sein Können unter Beweis und arbeitete unter anderem für namenhafte Größen des Hollywood-Filmbiz wie Luc Besson oder die von mir sehr geschätzte Sophia Coppola sowie für Musikerinnen wie Lana Del Rey (u.a. „Born to Die“) oder Taylor Swift.

„S16“ – Woodkids neues Album

Nun erscheint endlich das langersehnte neue Album des Ausnahmetalents. Nach sieben Jahren wird „S16“ ab dem 16. Oktober 2020 erhältlich sein – und auch auf Vinyl. Kommt auf meine „für Weihnachten“-Liste. Die ersten Singles „Goliath“ und „Pale Yellow“ sind bereits vorab veröffentlicht.

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Bemerkenswert ist dabei der Titel des Albums, der auf Schwefel mit der Ordnungszahl 16 des Periodensystems abziehlt und auf Materie anspielen soll. Da geht mir mein kleines Ex-Chemikerherz auf.

Mit dem Thema, woraus die Welt und die Lebewesen bestehen, was sie im Inneren zusammen hält, beschäftigen sich die 11 Songs von „S16“. Woodkid greift darauf tiefgreifende Fragen auf und hinterfragt das Zusammenspiel zwischen Mensch und Industrie.

Erste Single „Goliath“

Bei „Goliath“ zum Beispiel hinterfragt Woodkid die Gesellschaft und ihre Rolle in der Weiterentwicklung unserer Welt. Fragt, was diese in der Vergangenheit getan hat und wie sie die Zukunft gestalten wird. 

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Gewohnt natürlich in einer Mischung aus trauriger Singer-Songwriter-Stimme und krachenden Industrialbeats gemischt mit großer Orchestrierung. Eigentlich sind alle seine Songs heimlich Soundtracks.

Woodkids Songs sind wie ein Soundtrack für alle Lebenslagen

Kein Wunder also, dass er sich zwischen seinen beiden Alben auch einem Soundtrack widmete („Desierto – Tödliche Hetzjagd“). Doch auch schon vor Erscheinen von „The Golden Age“ war 2011 der Song „Iron“ bereits die Untermalung von Videospielen wie Assassin’s Creed oder inspirierte Dior Hommes Herbst/Winterkollektion 2013 und wurde bei der Laufstegpräsentation ebenfalls als Soundtrack genutzt.

„Run Boy Run“ wurde ebenfalls mehrfach zu Film- und Serienuntermalung genutzt, wie „Divergent“ und zuletzt bei den Netflix-Serien „13 Reasons Why“ und „The Umbrella Academy“. Außerdem war der Song Teil mehrere Werbespots für O2.

Was passierte in der Zwischenzeit…

Doch dabei sollte es in den sieben Jahren zwischen „The Golden Age“ und „S16“ nicht bleiben. So arbeitete Woodkit als Creative Director am Konzept für die 24-Stunden-Umsetzung von Pharell Williams‘ „Happy“ und führte Regie bei seiner Coachella-Show, spielte eine „Woodkid & Friends“-Show beim ehrwürdigen Montreux Jazz Festival 2016 und veröffentlichte 2019 die EP Woodkid For Nicolas Ghesquière – Louis Vuitton Works One.

Das ist nur eine kleine Auswahl seiner umtriebigen Werke, die aber auch zeigen, dass er egal mit welchem Job hoch angesehen und respektiert wird. Dazu kann Woodkid sich in vielen kreativen Gebieten austoben und ist nun erneut zu seiner Musik zurück gekehrt. Ich bin schon sehr gespannt darauf. Anfang 2021 kommt Woodkid übrigens für einige Shows nach Deutschland.

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